Presse

Pressemitteilungen 2011



Ein Leben in der Matrix
Zuckerreste regulieren Wachstum und Überleben von Nervenzellen
RUB-Forscher untersuchen Interaktion von Zellen und extrazellulärer Matrix

08.02.2011

Bochumer Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte Zuckerreste im Rückenmark das Wachstum und Überleben von Nervenzellen steuern, die die Bewegung von Muskeln kontrollieren. „Wir hoffen, dass diese Erkenntnisse die regenerative Behandlung bei Nervenverletzungen verbessern können“, erklärt Prof. Dr. Stefan Wiese aus der Arbeitsgruppe für Molekulare Zellbiologie (Fakultät für Biologie und Biotechnologie). Über diese Zuckerreste in der Umgebung der Zellen, die extrazelluläre Matrix genannt wird, berichten die Forscher im Journal of Neuroscience Research.

Pressemitteilung der RUB 2011/41


Pressemitteilungen 2010



Im Film: Research Departments stellen sich vor

17.12.2010

Alle fünf Research Departments der RUB stellen sich und ihre Arbeit filmisch vor: Die Forscher der RUB informieren über die Schwerpunktthemen Materialforschung, Proteinforschung, Plasmaforschung, Neurowissenschaft und Chemie an Grenzflächen.

Weitere Informationen: RUB Research Departments

Videoclip Protein Research Department


Krebs automatisch erkennen
US-Professor zu Gast an der RUB
Spektrale Krebsmarker: Wegbereiter neuer Technik

15.12.2010

Die Diagnostik von Krankheiten wie z.B. Krebs basiert heute noch wie vor Jahrzehnten auf der Beurteilung von Zellen oder Geweben. Die Treffsicherheit der Diagnose hängt neben objektivierbaren Parametern mitunter auch von subjektiven Faktoren ab, etwa der persönlichen Erfahrung des Untersuchers oder der Gewebsbeschaffenheit. Mehr Sicherheit verspricht die Unterstützung durch automatische Verfahren, die auf der Analyse des Spektrums von Gewebeproben und Zellen basieren. Einer der großen Wegbereiter dieser Technik ist Prof. Dr. Max Diem vom „Department of Chemistry and Chemical Biology” an der Northeastern University in Boston, USA. Er wird das akademische Jahr 2010/11 als Gastprofessor am Protein Research Department der Ruhr-Universität Bochum (Sprecher Prof. Dr. Klaus Gerwert) verbringen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Pressemitteilung der RUB 2010/429


Zwei RUB-Projekte Sieger im NRW-Transfer-Wettbewerb
Medikamente maschinell sicher zusammenstellen
Proteinleuchten ein- und ausschalten

12.11.2010

Zwei Projekte der Ruhr-Universität gehören zu den Siegern der dritten Runde im Wettbewerb Transfer.NRW Science to Business – PreSeed des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr: Terahertz-Spezialisten entwickeln eine Automatenkomponente, die helfen wird, den täglichen Medikamentenbedarf von Patienten oder Pflegeheimbewohnern sicher zusammenzustellen. Biologen wollen MarViRed, einen neuartigen Fluoreszenzmarker, entwickeln, der sich unter anderem ein- und ausschalten lässt, so dass sich damit zum Beispiel Prozesse wie Infektionen in Echtzeit beobachten lassen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Nicole Frankenberg-Dinkel

Pressemitteilung der RUB 2010/379


RD-Gruendung

Research Campus RUB: Ein weiterer Schritt ist getan
Zwei neue Research Departments offiziell gegründet
Plasma und Neuroscience: Die RUB setzt ihr Zukunftskonzept um

11.11.2010

Mit zwei weiteren fachübergreifenden Research Departments setzt die Ruhr-Universität Bochum ihren Weg zum „Research Campus RUB“ fort: Die Research Departments „Neuroscience“ und „Plasmas with Complex Interactions“ wurden am 10.11. offiziell gegründet. Aus den Research Departments, die sich untereinander und international stark vernetzen, entstehen größere Cluster, um übergreifende Fragestellungen zu erforschen. „Die Research Departments sind eine tragende Säule unseres Zukunftskonzepts und Ausdruck der Exzellenz in unseren Forschungsschwerpunkten“, sagt Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler. „Ihre Gründung ist an strenge Kriterien geknüpft und ihre Arbeit auf Zeit angelegt.“ Das Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt die RUB bei der Umsetzung ihres Konzepts mit 20 Millionen Euro.

Pressemitteilung der RUB 2010/376


Auszeichnung für Prof. Klaus Gerwert in Hangzhou
ICCSB-Award geht erstmals an einen Ausländer
Protonentransfer mit hoher Auflösung geklärt

05.11.2010

Prof. Dr. Klaus Gerwert, Inhaber des Lehrstuhls Biophysik der RUB und Direktor am Max-Planck-Partner Institut in Shanghai, wurde für seinen Beitrag bei der International Conference on Computational and Systems Biology (ICCSB) Ende Oktober 2010 in Hangzhou (China) mit dem ICCSB Award ausgezeichnet. Gerwert ist der erste Ausländer, der diesen Preis erhalten hat. In seinem Vortrag ging es um eine Studie, bei der es mittels spektroskopischen Methoden und Computersimulationen gelungen war, den Protonentransfer über proteingebundene Wassermoleküle aufzuklären. Der Preis wurde überreicht durch den Präsidenten der Gesellschaft, Prof. Dongqing Wei, Shanghai.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Pressemitteilung der RUB 2010/362


Ein Protein mit zwei Gesichtern
Wachstum oder Zelltod – Stress entscheidet über die Signale
RUB-Forscher berichten im Journal of Biological Chemistry

29.10.2010

Das Signalprotein Rheb kommt in vielen Körperzellen, besonders im Gehirn vor. Es ist wichtig für Wachstumsprozesse – bei Zellstress zeigt es aber sein zweites Gesicht. In diesem Fall beschleunigt es den Tod der Zelle. Diese Erkenntnis haben Forscher um Prof. Dr. Rolf Heumann und Prof. Dr. Raphael Stoll von der Ruhr-Universität Bochum gewonnen. Sie hat Auswirkungen auf die Behandlung von Erkrankungen: Das verbreitet eingesetzte Antibiotikum Rapamycin, das die Signalweiterleitung von Rheb verhindert, sollte mit Bedacht eingesetzt werden, raten die Forscher. Unter Zellstressbedingungen könnte sich seine Wirkung umkehren. Die Forscher berichten im Journal of Biological Chemistry.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Christian Herrmann

Pressemitteilung der RUB 2010/351


Sonnenschutz für Blaualgen
Wie sich Cyanobakterien vor zu viel Licht schützen
RUB-Forscher beobachten Anpassung an Umweltbedingungen auf Proteinebene

18.10.2010

Es mag widersprüchlich klingen, dass sich ein photosynthetischer Organismus vor Licht schützen muss, aber zu viel des Guten bleibt nicht ohne schädliche Folgen. Cyanobakterien (Blaualgen) haben verschiedene Strategien, mit denen sie sich vor zu viel Licht schützen. Die molekularen Grundlagen eines dieser Schutzmechanismen haben Bochumer Biologen mit modernsten massenspektrometrischen Verfahren untersucht. Sie konnten beobachten, dass das Bakterium bei zu viel Licht eine „Stress“-Kopie eines wichtigen Proteins herstellt, das an der Photosynthese beteiligt ist. Es erlaubt ihm, mehr Licht in harmlose Wärmestrahlung umzuwandeln. Lässt der Lichtstress nach, wird wieder das normale Protein hergestellt. Die Forscher berichten im Journal of Biological Chemistry.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Matthias Rögner

Pressemitteilung der RUB 2010/327


Stelldichein der Biophysik in Deutschland
Zwei Nobelpreisträger zu Gast an der RUB
Von Optogenetik bis Qualitätsmessung von Bier und Wein

28.09.2010

Wie das „who is who“ der deutschen Biophysik liest sich die Teilnehmerliste der Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Biophysik, die vom 3. bis zum 6. Oktober 2010 an der Ruhr-Universität stattfindet.
Prof. Dr. Klaus Gerwert, der mit seinem Team vom Lehrstuhl für Biophysik der RUB die Tagung organisiert, erwartet unter anderem die Nobelpreisträger Erwin Neher und Hartmut Michel.
In der Diskussion mit hoffnungsvollen Nachwuchstalenten wollen die Forscher Altes in Frage stellen und neue Einsichten gewinnen.

Pressemitteilung der RUB 2010/301


Bochumer Protonendiode zum Highlight gekürt
RUB-Forscher belegen: Wasser ist aktives Bauelement in Proteinen
Bericht in Nature Chemical Biology

24.09.2010

Anfang September berichteten Bochumer Biophysiker in „Angewandte Chemie“ über ihre Entdeckung einer Diode für Protonen. Ihr Beitrag wurde jetzt von der renommierten Fachzeitschrift Nature Chemical Biology als „Highlight“ gewürdigt. Genau wie das elektronische Bauteil die Flussrichtung des elektrischen Stroms vorgibt, sorgt die „Protonendiode“ dafür, dass Protonen nur in eine Richtung durch eine Zellmembran geschleust werden können. Wassermoleküle spielen dabei als aktive Bauteile der Diode eine wichtige Rolle. Die Forscher um Prof. Dr. Klaus Gerwert (Lehrstuhl für Biophysik der RUB) konnten das durch eine Kombination aus Molekularbiologie, Röntgenstrukturanalyse, zeitaufgelöster FTIR-Spektroskopie und Biomolekularen Simulationen beobachten.

Pressemitteilung der RUB 2010/295


Bochumer Forscher entdecken Protonendiode
Wasser ist aktives Bauelement in Proteinen
Bericht in Angewandte Chemie

02.09.2010

Bochumer Biophysiker haben eine Diode für Protonen entdeckt: Genau wie das elektronische Bauteil die Flussrichtung des elektrischen Stroms vorgibt, sorgt die „Protonendiode“ dafür, dass Protonen nur in eine Richtung durch eine Zellmembran geschleust werden können. Wassermoleküle spielen dabei als aktive Bauteile der Diode eine wichtige Rolle. Die Forscher um Prof. Dr. Klaus Gerwert (Lehrstuhl für Biophysik der RUB) konnten das durch eine Kombination aus Molekularbiologie, Röntgenstrukturanalyse, zeitaufgelöster FTIR-Spektroskopie und Biomolekularen Simulationen beobachten. Sie berichten in der aktuellen internationalen Online-Ausgabe der Zeitschrift Angewandte Chemie.

Pressemitteilung der RUB 2010/260


Max-Planck-Gesellschaft und Ruhr-Universität gehen gemeinsam neue Wege
Umfassende Rahmenvereinbarung stärkt innovative Forschungsvorhaben
Bessere Bedingungen für Professoren, Nachwuchswissenschaftler und Projekte

02.09.2010

Mit einer soeben unterschriebenen „Rahmenvereinbarung für Kooperationen“ verstärken die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und die Ruhr-Universität Bochum (RUB) erheblich ihre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung. RUB-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler wertet die neue Vereinbarung als „eine deutliche weitere Stärkung von Forschung und Lehre in Bochum und als Meilenstein auf unserem Weg zur Exzellenz“. Die Vereinbarung sieht vor u.a. die gemeinsame Berufung von Professoren und Juniorprofessoren, die gemeinsame Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die gemeinsame Akquisition von innovativen Forschungsprojekten und strebt auch die gemeinsame Nutzung von Großgeräten für die Forschung an. An der Kooperation sind bislang – neben der Generalverwaltung - das Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf und die MPI für Kohlenforschung und für Bioanorganische Chemie in Mülheim (Ruhr) beteiligt; weitere MPIs sind eingeladen, der Kooperation beizutreten. „Mit dieser Vereinbarung wollen wir unsere bislang schon sehr gute Zusammenarbeit erheblich stärken“, sagt MPG-Präsident Prof. Dr. Peter Gruss.

Pressemitteilung der RUB 2010/253


Betäubender Duft: Jasmin als Valiumersatz
RUB-Forscher entdecken unerwartete Wirkung von Düften
Effekt ist vergleichbar mit potenten Psychopharmaka

08.07.2010

Statt Schlaftablette oder Stimmungsaufheller könnte auch eine Nase Jasminduft aus Gardenia jasminoides helfen: Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt haben in Kooperation mit Dr. Olga Sergeeva und Prof. Helmut Hass von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf entdeckt, dass die beiden Duftstoffe Vertacetal-coeur (VC) und die chemische Variante (PI24513)den gleichen molekularen Wirkmechanismus haben und genauso stark wirken wie die häufig verschriebenen Barbiturate oder das Propofol. Sie beruhigen, lösen Angst und fördern Schlaf. Die Forscher bekamen für ihre Entdeckung inzwischen das Patent erteilt. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry (online).

Pressemitteilung der RUB 2010/222


Bochumer Riechforscher erneut ausgezeichnet
Einer der höchst dotierten Medizinpreise verliehen
Robert Pfleger-Forschungspreis 2010 an Prof. Dr. Hanns Hatt

21.06.2010

Erneut ist Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt für seine herausragenden Forschungen ausgezeichnet worden. Keine zwei Wochen nach dem Communicatorpreis der DFG erhielt er am Samstag, 19.6., in Bamberg den Forschungspreis der Doktor Robert Pfleger-Stiftung. Dieser Preis gilt mit 50.000 Euro als einer der höchst dotierten Preise für medizinische Forschung. Hanns Hatt, Inhaber des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr Universität Bochum und Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste, bekam den Preis für seine bahnbrechenden Erkenntnisse im Bereich des Geruchssinns.

Pressemitteilung der RUB 2010/196


Schalterprotein beeinflusst auch das Zellskelett
Bochumer Forscher machen überraschende Entdeckung
JBC: Unerwartete Funktionen von Ras

21.05.2010

Das Protein Ras ist als Schalter der Zellteilung bekannt, die es im aktiven Zustand auslösen kann. Mutationen in Ras und seinen Interaktionspartnern können daher Krebs auslösen. Bochumer Forscher haben jetzt eine unvermutete weitere Fähigkeit von Ras entdeckt: Im Zusammenspiel mit einem anderen Protein steuert es die Ausbildung des Zellskeletts, verantwortlich für die Struktur und Stabilität der Zelle. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christian Herrmann konnte den Aufbau des Zellskeletts Ras-gesteuert im Reagenzglas ablaufen lassen. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Christian Herrmann

Pressemitteilung der RUB 2010/157


Wie sich Pflanzen an veränderte Bedingungen anpassen
Neues DFG-Schwerpunktprogramm startet
Biologin der Ruhr-Universität Bochum koordiniert bundesweite Forschungsaktivitäten

17.05.2010

Wie passen sich Pflanzen genetisch an veränderte Umweltbedingungen an – verursacht auch durch den Menschen? Die Vielfalt pflanzlicher Formen und Leistungen, die schon Charles Darwin beschäftigte, steht im Mittelpunkt eines neuen Schwerpunktprogramms, dessen Einrichtung die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beschlossen hat. Die Koordination übernimmt Prof. Dr. Ute Krämer (Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Ruhr-Universität Bochum).

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ute Krämer

Pressemitteilung der RUB 2010/150


Entdeckungen im Reich der Pilze
RUB-Forscher entschlüsseln Genom mit neuer Technik
PLoS Genetics: effiziente „Next-Generation“-Sequenzierung

09.04.2010

Mit „Next-Generation“-Techniken haben Forscher der Ruhr-Universität gemeinsam mit internationalen Kollegen das Genom des Pilzes Sordaria macrospora entschlüsselt. Dabei gewannen sie einerseits Erkenntnisse zur Lebensweise und Evolution von Pilzen. So kommt Sordaria macrospora mit mehreren Kopien gleicher Gene klar, die bei anderen Pilzen aufgrund von immun-ähnlichen Reaktionen zum Zelltod führen. Sie fanden außerdem Gene von entfernten Verwandten, die auf einen sog. horizontalen Gentransfer im Laufe der Evolution schließen lassen. Darüber hinaus konnten sie zeigen, dass die neuen Techniken effizient genutzt werden können, um Genome komplexer Organismen kostengünstig zu sequenzieren. Die Forscher um Prof. Dr. Ulrich Kück berichten in der aktuellen Ausgabe von PLoS Genetics.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ulrich Kück

Pressemitteilung der RUB 2010/104


Neue Antibiotika aus NRW ...
... und Früherkennung von Alzheimer und Lebererkrankungen
„Bio.NRW“: Gleich zwei Projekte und eine Beteiligung der RUB aus Ziel-2-Programm gefördert

30.03.2010

Gleich zwei Projekte unter Federführung von Forschern der Ruhr-Universität und ein Projekt mit RUB-Beteiligung werden im Wettbewerb „Bio.NRW“ des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) gefördert, für den insgesamt rund 25 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Der Verbund InA – Innovative Antibiotika aus NRW sucht neue Waffen gegen die wiedererstarkenden Infektionskrankheiten, der Verbund molFDAD entwickelt neue Strategien zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit. Forscher der Ruhr-Universität sind außerdem beteiligt am Konsortium PROFILE – Prädiktive Biomarker und Drug Targets für das individualisierte Management von Lebererkrankungen.

Weitere Informationen: Jun. Prof. Julia Bandow

Pressemitteilung der RUB 2010/94


Prof. Hanns Hatt erhält den Communicator-Preis 2010
Bochumer Forscher ist „Botschafter des Riechens“
Hohe Auszeichnung für RUB-Biologen

26.03.2010

Die Macht der Düfte ist das Steckenpferd von Hanns Hatt, Inhaber des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum. Für die langjährige, herausragende Vermittlung seiner Forschungsarbeiten zum Geruchssinn bei Mensch und Tier zeichnen ihn die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft nun mit dem "Communicator-Preis“ aus. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und gilt als die wichtigste Auszeichnung für die Vermittlung von wissenschaftlichen Ergebnissen in Medien und Öffentlichkeit in Deutschland.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Hanns Hatt

Pressemitteilung der RUB 2010/92


Proteinimport in Peroxisomen: Wie kommt das Kamel durchs Nadelöhr?
Bochumer und Osnabrücker Forscher entdecken molekulares Scheunentor
Nature Cell Biology: Riesen-Pore ist die größte je beobachtete

04.03.2010

Wenn bekannte Proteintransportkanäle die Eingangstür in Zellorganellen sind, dann verfügen Peroxisomen über ein wahrhaftes Scheunentor. Eine solche Riesenpore, durch die gefaltete, mehrteilige Proteine eingelassen werden können, hatten Prof. Dr. Ralf Erdmann und Dr. Wolfgang Schliebs (Medizinische Fakultät der RUB) schon vor fünf Jahren postuliert. Jetzt konnten sie sie in Zusammenarbeit mit Biophysikern aus Osnabrück nachweisen. „Wenn man von der Pore des Zellkerns absieht, handelt es sich um die größte jemals beobachtete Proteinimport-Pore“, verdeutlicht Prof. Erdmann. Dass dieses Tor der Superlative trotzdem jahrzehntelang unentdeckt bliebt, führen die Forscher auf seine rasante Dynamik zurück: Es wird nur ganz kurz geöffnet und schließt sich sofort wieder. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von Nature Cell Biology.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ralf Erdmann

Pressemitteilung der RUB 2010/69


Wasserstoff aus dem Reagenzglas
Bochumer Forscher nutzen Wasserstofffabrik der Grünalge
JBC: Natürliches System ist sechsmal effektiver als andere chemische oder halb-artifizielle Verfahren

11.01.2010

Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft: Ohne Ausstoß von CO2 und Schadstoffen lässt sich daraus Strom gewinnen. Die umweltfreundliche Herstellung ausreichender Mengen Wasserstoffs beschäftigt daher die Forschung seit langem. Als mikroskopisch kleine Fabrik steht dabei die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii im Mittelpunkt, die unter Stress Wasserstoff bilden kann. Bochumer Biologen ist es jetzt gelungen, die dafür verantwortlichen Bestandteile der Alge zu isolieren und die Produktion ins Reagenzglas zu verlegen. „Dieses natürliche System erzeugt sechsmal so viel Wasserstoff wie ein halb-artifizielles, über das amerikanische Kollegen erst kürzlich berichtet haben“, sagt Arbeitsgruppenleiter Prof. Dr. Thomas Happe. Darüber hinaus klärten die Forscher die Reaktion im Detail auf und ebneten so den Weg zur Optimierung der Wasserstoffausbeute. Die Forscher berichten im Journal of Biological Chemistry.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Thomas Happe

Pressemitteilung der RUB 2010/9


Pressemitteilungen 2009



Früherkennung bei erblichem Darmkrebs rettet Leben Jährliche Darmspiegelung verbessert Heilungschancen Verbund veröffentlicht Langzeitstudie

22.12.2009

Darmkrebs ist mit 73.000 Neuerkrankungen die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Etwa drei Prozent dieser bösartigen Darmtumoren sind erblich bedingt. Personen mit einer solchen genetischen Veranlagung haben ein Risiko von bis zu 80% eine Krebserkrankung zu entwickeln. Ein bundesweiter Forschungsverbund unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum konnte jetzt in einer Langzeitstudie zeigen, dass durch ein engmaschiges Früherkennungsprogramm eine wesentlich bessere Prognose erreicht werden kann. Die Spezialisten empfehlen Hochrisiko-Patienten, jährlich Darmspiegelungen vornehmen zu lassen. Die Ergebnisse der Langzeitstudie sind in der Zeitschrift Clinical Gastroenterology and Hepatology veröffentlicht.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Wolff Schmiegel

Pressemitteilung der RUB 2009/429


Krankheiten erkennen, bevor sie gefährlich werden
Neues Europäisches Proteinforschungszentrum PURE entsteht an der RUB
Mehr als 37 Millionen Euro Landesförderung

16.12.2009

An der Ruhr-Universität Bochum entsteht mit mehr als 37 Millionen Euro Landesförderung das Europäische Proteinforschungsinstitut PURE (Protein Research Unit Ruhr within Europe). Die Mission von PURE ist die Suche nach krankheitsanzeigenden Proteinen – sog. Biomarkern – für verschiedene Erkrankungen wie Krebs, Parkinson oder Alzheimer. Sie sollen bei der Früherkennung von Krankheiten helfen und dazu beitragen, die Wirksamkeit von Therapien zu prüfen. „PURE verbindet Grundlagenforschung mit konkreten Diagnose- und Therapieansätzen. Mit diesem Institut stellt die Universität Bochum erneut ihre Forschungsstärke unter Beweis“ sagte NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart. RUB-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler unterstrich die Bedeutung von PURE als Brücke zum Gesundheitscampus NRW und für die Entwicklung zur Exzellenzuniversität.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Pressemitteilung der RUB 2009/413


Bochumer Forscher „tunen“ Mikroorganismen für die industrielle Produktion
Zwei RUB-Projekte werden vom BMBF gefördert
Hefen als Hersteller von Lipiden, Bakterien als Lieferanten von L-Lysin

15.12.2009

Hefen und Bakterien noch fitter und leistungsfähiger für ihren Einsatz in der industriellen Produktion zu machen ist Ziel einer Arbeitsgruppe um PD Dr. Ansgar Poetsch am Lehrstuhl für Biochemie der Pflanzen der Ruhr-Universität Bochum. Im Projekt „MetaZyme“ wollen sie Hefen zur effizienteren Lipid-Produktion verhelfen; in einem Teilprojekt von „FlexFit“ geht es darum ein L-Lysin herstellendes Bakterium stressresistent zu machen. Ein Schwerpunkt der Projekte ist – passend zum etablierten Proteinnetzwerk der RUB – die Funktionsuntersuchung von Proteinen. Insgesamt erhalten die Forscher dafür im Rahmenprogramm „Anwendungsorientierte Forschung an nicht-pathogenen Mikroorganismen für ressourceneffiziente Industrieproduktion“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF) 900.000 Euro.

Weitere Informationen: Dr. Ansgar Poetsch,

Pressemitteilung der RUB 2009/417


Vibrationsspektroskopie erkennt Darmkrebs RUB-Biophysiker erhält 1,2 Mio. Euro im Wettbewerb "Med. in NRW" Center for Vibrational Microscopy entsteht

08.12.2009

Prof. Dr. Klaus Gerwert (Lehrstuhl für Biophysik der Ruhr-Universität) wird auf dem Gesundheitscampus NRW in Bochum ein Center for Vibrational Microspcopy (CVM) gründen. Mit dem Projektantrag gehört er zu den Siegern des Wettbewerbs „Med. in NRW“, in dem er sich unter 235 Anträgen durchgesetzt hat. Gestern (7.12.) erhielt er den Förderbescheid über 1,2 Mio. Euro für drei Jahre von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (MAGS). Die am Lehrstuhl für Biophysik entwickelten vibrationsspektroskopischen Methoden können mit bisher unerreichter Empfindlichkeit und Schnelligkeit Veränderungen in Proteinen nachweisen. Einsatzgebiet ist die Früherkennung von Darmkrebs.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Press article RUB 2009/407


Neues Europäisches Proteinfoschungszentrum PURE entsteht Wichtiger Pfeiler des Gesundheitscampus Bochum PK mit Innovationsminister Andreas Pinkwart in der RUB

04.12.2009

Mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen entsteht an der Ruhr-Universität Bochum das Europäische Proteinforschungszentrum PURE (Protein Research Unit Ruhr within Europe). Hier werden die international renommierten Proteinforscher der Ruhr-Universität sowie Forscher der Universität Duisburg-Essen ihre Forschungsaktivitäten bündeln. Ziele sind marktreife Anwendungen aus einer gesicherten Grundlagenforschung, wie etwa Biochips zur Früherkennung von Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer mittels Blutuntersuchung.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Pressemitteilung der RUB 2009/404


RUB kooperiert mit Shanghai Institutes for Biological Sciences Lebenswissenschaften auf zwei Kontinenten Memorandum of Unterstanding unterzeichnet

25.11.2009

Eine enge Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften haben die Ruhr-Universität Bochum und die Shanghai Institutes for Biological Sciences (SIBS) beschlossen. RUB-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler und Chen Xiaoya, Präsident des SIBS, haben in Shanghai im Rahmen eines Delegationsbesuches von NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Vereinbarungen umfassen unter anderem den Austausch von Forschern und Nachwuchswissenschaftlern, die gemeinsame Nutzung von technischen Einrichtungen sowie gemeinsame Forschungsprojekte. Als Kick-Off für die Partnerschaft ist im Frühjahr 2010 ein Treffen der Principal Investigators des RUB-Protein Research Departments auf dem SIBS Campus in Shanghai geplant. Der Gegenbesuch der chinesischen Forscher in Bochum soll im Herbst 2010 stattfinden.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Pressemitteilung der RUB 2009/384


Wie sich die Feueralge schützt
RUB Forscher identifizieren besonderes Karotinoid im Lichtsammelkomplex
Farbstoffmolekül wirkt bei zu viel Licht als „Blitzableiter“

24.11.2009

Bei zu viel Licht können sich während der Photosynthese Sauerstoffradikale bilden, die die Zelle schädigen. Feueralgen (Dinoflagellaten) haben einen einzigartigen Lichtsammelkomplex (Antenne), der bei zu viel Licht die überschüssige Energie sehr effizient ableiten kann, ohne die Zelle zu schädigen. Welche Moleküle in der Antenne dabei von Bedeutung sind, haben Biophysiker der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Eckhard Hofmann und Tim Schulte in Zusammenarbeit mit Kollegen in den USA und Tschechien herausgefunden. Sie konnten eine Art integrierten Blitzableiter identifizieren: Eines von vier Karotenoid-Molekülen, die mit dem Chlorophyll zusammen einen Komplex bilden, wechselwirkt mit einem „kurzlebigen“ (Nanosekunden-Bereich, ein Millionstel einer Millisekunde) energetisch angeregten Zustand des Chlorophylls. Sobald das Chlorophyll in einen „langlebigen“ (Mikrosekunden-Bereich, ein Tausendstel einer Millisekunde), für die Zelle gefährlichen Energiezustand übergeht, leitet es die überschüssige Energie ab. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Science PNAS.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Eckhard Hofmann

Pressemitteilung der RUB 2009/380


Enzym aus Algen bildet den Kraftstoff von morgen
Warum Sauerstoff tödlich ist für die biologische Wasserstofffabrik
Entdeckung ebnet den Weg für optimierte Hydrogenasen

19.11.2009

Von einer mikroskopisch kleinen Grünalge wollen sich Forscher „eine Scheibe abschneiden“: Hocheffizient und ohne Treibhausgasemission kann eines ihrer Enzyme molekularen Wasserstoff produzieren – den umweltfreundlichen Kraftstoff der Zukunft. Einen Haken hat die Sache aber: Das Ganze funktioniert nur unter Ausschluss von Sauerstoff. Kommt Luft ins Spiel, geht die Wasserstofffabrik sofort und endgültig zugrunde, was die großtechnische Nutzung des Enzyms erschwert. Warum Sauerstoff so zerstörerisch wirkt, haben Bochumer Biologen um Prof. Dr. Thomas Happe gemeinsam mit Kollegen aus Oxford und Berlin auf molekularer Ebene untersucht. Ergebnis: Sauerstoffatome docken am selben Bindungsort an wie das eigentliche Substrat, der Wasserstoff. Durch Elektronenübertragung entstehen aggressive Sauerstoffformen, die Teile des Enzymkerns attackieren. Ziel der Forscher ist es jetzt, das Enzym gegen Sauerstoff unempfindlich zu machen. Sie berichten in den Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) und im Journal of the American Chemical Society (JACS).

Weitere Informationen: Prof. Dr. Thomas Happe

Pressemitteilung der RUB 2009/377


Schalter in „Aus-Stellung“ ist trotzdem aktiv
Biophysikalische Antworten auf systembiologische Fragen
RUB-Forscher untersuchen Zusammenhänge zellulärer Signalweiterleitung

13.11.2009

Anders als bisher angenommen kann das Schalter-Protein Ras auch im „Aus“-Zustand Signale weiterleiten. Denn es kommt beim Öffnen eines Informationskanals nicht auf die Struktur des Proteins, also die Schalterstellung, an, sondern auf die Bindungsstärke zwischen den beteiligten Proteinen. Dies ist das überraschende Ergebnis einer deutsch-israelischen Zusammenarbeit auf der Basis zweier experimenteller Doktorarbeiten von Christina Kiel und Daniel Filchtinski (betreut von Prof. Dr. Christian Herrmann, Lehrstuhl Physikalische Chemie I der Ruhr-Universität). Die Studien sind in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Christian Herrmann

Pressemitteilung der RUB 2009/368


Strategie der Blaualgen wirkt seit 3,5 Milliarden Jahren
Molekulare Grundlagen des Überlebens
RUB-Forscher untersuchen Flexibilität bei Lichtstress

28.10.2009

Gleich drei Gene für eine einzige Untereinheit eines Elektronen übertragenden Proteinkomplexes hat das Cyanobakterium Synechocystis– und damit höheren Pflanzen etwas voraus. Der Proteinkomplex ist neben der Zellatmung auch für die Photosynthese von Bedeutung. Je nach Lichtangebot greift das Cyanobakterium, auch Blaualge genannt, auf das passende Gen zurück. Mit dieser Strategie sichert es sich seit 3,5 Milliarden Jahren sein Überleben, indem es sich optimal wechselnden Umweltbedingungen anpasst. Für die Anpassung an schwaches oder starkes Licht benötigt es weniger als 90 Minuten. Diese Entdeckung haben internationale Biologen um Prof. Dr. Matthias Rögner (Lehrstuhl für Biochemie der Pflanzen der Ruhr-Universität) gemacht. Sie berichten im „Journal of Biological Chemistry”.


Weitere Informationen: Prof. Dr. Matthias Rögner

Pressemitteilung der RUB 2009/351


Hohes Amt für Bochumer Biologen
Hanns Hatt wird Präsident der NRW-Akademie der Wissenschaften und der Künste
Bekannter Riechforscher der RUB wurde für 2010 bis 2012 gewählt

16.10.2009

Der bekannte Riechforscher Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, Inhaber der Lehrstuhls für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum, ist zum Präsidenten der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt worden. Prof. Hatt, seit 2001 Mitglied der Akademie, wurde für die Amtsperiode 2010 bis 2012 gewählt. Er war zuvor bereits Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Medizin. Die Ruhr-Universität gratuliert dem renommierten Wissenschaftler zu dieser Auszeichnung.


Weitere Informationen: Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt

Pressemitteilung der RUB 2009/334


Kleiner Rest mit großer Wirkung
RUB-Forscher ergründen Peroxisomen-Veränderung
JBC: Farnesylrest beeinflusst Proteinbindung und Faltung

31.07.2009

Peroxisomen sind Organellen, die in fast allen Zellen vorkommen, und deren Schädigungen fast immer tödlich sind. Bochumer Biochemiker um Prof. Dr. Ralf Erdmann und Robert Rucktäschel erforschen die Peroxisomenfamilie systematisch. Ihre neueste Erkenntnis betrifft eine kleine Modifikation, die während des Herstellungsprozesses von bestimmten Proteinen wie auch Pex19p stattfindet. Pex19p erkennt bestimmte Proteine und transportiert sie zur Membran der Peroxisomen, in die sie dann eingebaut werden. Das Anhängen eines Farnesylrests an Pex19p ist den Bochumer Studien zufolge bedeutsam für die Bindung mit den zu befördernden Proteinen und für die korrekte Faltung von Pex19p. Letzteres ist besonders wichtig, da von der Faltung eines Proteins dessen Funktion bestimmt wird. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ralf Erdmann

Pressemitteilung der RUB 2009/244


Die Designzelle als Energielieferant
BMBF fördert Projekt unter Federführung der RUB
Lichtgetriebene Wasserstoffproduktion mit „lebendem“ Katalysator

09.07.2009

Mit einer Gesamtsumme von 4,3 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das deutschlandweit größte Verbundprojekt zur Biowasserstoffproduktion: Unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Rögner (Biochemie der Pflanzen, Fakultät für Biologie und Biotechnologie der RUB) arbeiten acht international ausgewiesene Arbeitsgruppen fachübergreifend an der Entwicklung einer biologischen "Designzelle", die mit Hilfe von Solarenergie Wasserstoff aus Wasser erzeugt. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Beteiligt sind Biochemiker und Chemiker, Biophysiker und Physikochemiker, Mikrobiologen und Verfahrenstechniker aus Bochum, Berlin, Bielefeld, Köln und Mülheim. Allein die beteiligten Lehrstühle der RUB erhalten 2,2 Millionen Euro.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Matthias Rögner

Pressemitteilung der RUB 2009/216


Biomarker-Chip für Parkinson
3,3 Mio. Euro für Forscher aus Bochum und Dortmund
RUB-Forscher entwickeln Test zur Diagnose des Parkinson-Syndroms

02.07.2009

Mit dem Ziel, ein einfaches und minimal-invasives Testverfahren für das Parkinson-Syndrom zu entwickeln, haben sich Forscher des Bochum-Dortmunder Verbundprojektes „ParkCHIP“ im Spitzentechnologiewettbewerb „Hightech.NRW“
durchgesetzt. Mit 3,3 Millionen Euro fördert das Land in den nächsten drei Jahren die Entwicklung eines Biomarker-Chips zur Früherkennung der Pakinsonerkrankung unter Federführung des Medizinischen Proteom-Centers (MPC) der RUB. Forscher des MPC kooperieren in diesem Projekt mit der Neurologischen Universitätsklinik im St. Josef-Hospital (Klinikum der RUB), der Protagen AG (Dortmund) und mit dem Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGFA, Institut der RUB).

Weitere Informationen: Prof. Dr. Helmut E. Meyer

Pressemitteilung der RUB 2009/206


Bochumer Biophysiker ist Instituts-Direktor in Shanghai
Max Planck Fellow Prof. Dr. Klaus Gerwert
Leitung eigener MPG-Arbeitsgruppe zur Proteinforschung

24.06.2009

Der Inhaber des Lehrstuhls für Biophysik an der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Klaus Gerwert, wurde zum „Fellow der Max-Planck-Gesellschaft“ und gleichzeitig zum Direktor am Max-Planck-Partner Institute for Computational Biology in Shanghai berufen. Damit verbunden ist auch die Leitung einer eigenen Max-Planck-Arbeitsgruppe, die an seinem Bochumer Lehrstuhl angesiedelt ist. Die Wissenschaftler unter Gerwerts Leitung befassen sich experimentell und mittels Computersimulationen mit der Erforschung von Proteininteraktionen in Zellen. Geplant ist unter anderem ein gegenseitiger Austausch von Forschern zwischen Bochum und Shanghai.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Pressemitteilung der RUB 2009/194


Fix und fertig schon bei der Abreise
RUB-Forscher entschlüsseln, wie Proteine in der Zelle gelenkt werden
„Traffic“ berichtet: Ausnahme für Peroxisomen-Proteine

02.06.2009

Proteine, die in Zellen vielfältige Aufgaben übernehmen, werden oft von ihrem Herstellungsort in der Zelle über größere Distanzen an ihren späteren Wirkungsort transportiert. Eine „Sonderbehandlung“ genießen dabei die Proteine, die später in Peroxisomen, bestimmten Zellorganellen, tätig werden: Anders als andere Proteine werden sie fix und fertig in gefaltetem, d.h. funktionsfähigem Zustand befördert. Bochumer Forscher um Prof. Dr. Ralf Erdmann und PD Dr. Wolfgang Schliebs haben diesen Transportprozess jetzt erstmals experimentell analysiert. Sie berichten im Journal „Traffic“.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ralf Erdmann

Pressemitteilung der RUB 2009/164


Veilchenduft stoppt Prostatakrebs
JBC: Bochumer Forscher „enttarnen“ Riechrezeptor
Hormonmetaboliten blockieren Zellvermehrung

18.05.2009

Ein Protein mit bislang unbekannter Funktion, das in Prostatakrebszellen massenhaft hergestellt wird, haben Bochumer Biologen um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt jetzt als Riechrezeptor für Veilchenduft „enttarnt“. Zwar kommt in der Prostata der Blumenduft nicht vor, dafür aber ein sehr ähnlich aufgebautes Molekül als Stoffwechselprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron. Weitere Untersuchungen ergaben, dass dieses Steroidhormon ebenfalls den Riechrezeptor aktivieren kann und der Zelle auf einem neu entdeckten Signalweg das Kommando gibt, die Zellteilung zu stoppen. „Das heißt praktisch, dass man mit Veilchenduft das Prostatakrebswachstum anhalten kann“, spitzt Prof. Hatt die Ergebnisse zu. Weitere Tests sollen zeigen, ob die Erkenntnisse therapeutisch anwendbar sind. Die Studie ist online im Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt

Pressemitteilung der RUB 2009/148


7 Jahre Medizinisches Proteom-Center – 25 Jahre Proteinanalytik
Wissenschaftliches Symposium in der RUB Neue Laborräume: Proteinforschung erstmals unter einem Dach

30.04.2009

Mit einem wissenschaftlichen Symposium feiert das Medizinische Proteom-Center (MPC) der Ruhr-Universität sein siebenjähriges Bestehen – und zugleich die inzwischen 25 Jahre lange Geschichte der Proteinanalytik an der Ruhr-Universität. Aufbauend auf dem langjährigen Know-how hat sich das MPC inzwischen zu einem der führenden Institute der Proteom- und Proteinanalytik entwickelt. Mit hochmoderner Ausstattung und breitem Methodenspektrum liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf Krebserkrankungen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Huntington. Das MPC besteht aus sechs wissenschaftlichen Arbeitsgruppen, die bisher an verschiedenen Orten auf dem Campus der RUB und am Standort Dortmund geforscht haben. Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts des Zentrums für Klinische Forschung II (ZKF) werden in Kürze alle 60 Mitarbeiter des MPC erstmals gemeinsam unter einem Dach forschen können.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Helmut E. Meyer

Pressemitteilung der RUB 2009/131


RUB-Zuwachs in der Akademie der Wissenschaften und der Künste
Prof. Wegera und Prof. Gerwert sind neue Mitglieder
Zwei von neun „Neuen“ kommen aus Bochum

22.04.2009

Prof. Dr. Klaus-Peter Wegera (Lehrstuhl für Sprachgeschichte, Fakultät für Philologie der Ruhr-Universität) und Prof. Dr. Klaus Gerwert (Lehrstuhl Biophysik, Fakultät für Biologie und Biotechnologie) sind als ordentliche Mitglieder in die Akademie der Wissenschaften und der Künste NRW, Klasse für Geisteswissenschaften bzw. Naturwissenschaften und Medizin, gewählt worden. Von insgesamt neun neu gewählten Mitgliedern der Akademie kommen damit zwei aus der Ruhr-Universität. Die Akademie fördert den Austausch zwischen Forschern und Institutionen und berät die Landesregierung in Fragen der Forschungsförderung.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Gerwert

Pressemitteilung der RUB 2009/119


Design-Algenzellen „arbeiten“ als Bioreaktoren
VAAM-Jahrestagung an der RUB: Mikrobiologieforschung heute
Molekulare Werkzeuge für die Industrie und ein Leck im Stickstoffkreislauf

09.03.2009

Forscher und Firmen aus der Biotechnologie haben die Mikroorganismen im Blick. Denn in Kleinstlebewesen, etwa in Algen, steckt jede Menge Power – wenn man technisch etwas nachhilft. Bochumer Biologen arbeiten zum Beispiel an der Herstellung von neuen „Design-Algenzellen“, die Wasserstoff als natürliche Energie erzeugen und dabei 100mal effektiver sind bisherige Mikroalgensysteme. „Getunte“ Algen als Bioreaktor: Das ist ein Beispiel von Hunderten für die vielfältigen Themen der Mikrobiologie, etwa „grüne“ und “weiße“ Biotechnologie, Grundlagenforschung und industrielle Anwendungen. Einen Querschnitt zeigt die Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) in diesen Tagen an der Ruhr-Universität Bochum.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ulrich Kück

Pressemitteilung der RUB 2009/071


Von neuen Wirkstoffen und fleißigen Energieumwandlern
RUB-Tagung: Die Vielfalt der Mikrobiologieforschung
PK: VAAM-Jahrestagung mit Rekordteilnehmerzahl

02.03.2009

Eine Rekordteilnehmerzahl erwarten die Veranstalter der Jahrestagung Mikrobiologie in der Ruhr-Universität Bochum: rund 1.300 Wissenschaftler und Studierende aus 29 Nationen kommen vom 8. bis 11. März im Audimax der RUB zusammen und präsentieren den aktuellen Stand der Forschung. Die Bandbreite der Themen reicht von Bakterien und Pilzen in Lebensmitteln und Gewässern über Krankheitserreger und neue Medikamentenwirkstoffe bis hin zur Genomanalyse und industriellen Nutzung von Mikroorganismen und ihren Enzymen. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Tagung ist die „weiße“ und „grüne“ Biotechnologie, um neue Produkte herzustellen und natürliche Energieumwandler bzw. -produzenten zu nutzen und zu optimieren.

TERMIN
Um Sie über aktuelle Entwicklungen in der Forschung und Anwendung und über die Themen der Tagung zu informieren, lade ich Sie herzlich ein zu einer Pressekonferenz
am Montag, 9. März 2009,
um 13 Uhr im Raum 2, Mensa-Foyer.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Ulrich Kück
Prof. Dr. Franz Narberhaus

Pressemitteilung der RUB 2009/064


Der nächste Schritt zur Exzellenzhochschule
Ruhr-Universität gründet Research Departments
20 Mio. Euro für zwei Forschungscluster

12.01.2009

Bei der Umsetzung ihres Zukunftskonzepts „RUB Research Campus“ geht die Ruhr-Universität Bochum einen großen Schritt voran: Mit rund 20 Millionen Euro großzügig vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt, gründet sie heute die ersten drei von fünf geplanten Research Departments. Aus diesen interdisziplinären Wissenschaftsverbünden, die sich untereinander und international stark vernetzen, sollen binnen zweier Jahre größere Cluster zur Erforschung von übergreifenden Fragestellungen in den Lebens- und Materialwissenschaften hervorgehen. Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler und die Sprecher der ersten Research Departments unterzeichneten heute entsprechende Zielvereinbarungen.

Weitere Informationen:
RUB Research Departments
Protein Research Department

Pressemitteilung der RUB 2009/013