Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Archiv Pressemitteilungen:

2017    2016     2015    2014    2013    2012    2011    2010    2009

17.01.2017 Forscher entdecken schwere Nebenwirkung bei zugelassenem Medikament

Die Substanz Alemtuzumab kommt bei Multiple-Sklerose-Patienten mit schweren Krankheitsschüben zum Einsatz. Diese kann es scheinbar noch verschlimmern.

Das Multiple-Sklerose-(MS)-Medikament Alemtuzumab kann schwere, unberechenbare Nebenwirkungen auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um Prof. Dr. Aiden Haghikia und Prof. Dr. Ralf Gold von der Klinik für Neurologie der Ruhr-Universität Bochum im Katholischen Klinikum Bochum (St. Josef-Hospital). In der Zeitschrift „Lancet Neurology“ berichten die Wissenschaftler von zwei Patienten, bei denen die Infusion von Alemtuzumab die Symptome erheblich verschlimmerte. Das Team beschreibt außerdem eine Therapie, die die schädlichen Nebenwirkungen erfolgreich eindämmte.

weiterlesen


11.01.2017 Unter Stress lernen Sinne nicht

Stress ist für viele Menschen Alltag – manche lieben ihn, andere macht er krank. Aber was macht Stress eigentlich mit unseren Sinnen?

Wenn wir unsere Sinne trainieren, können wir sie schärfen und ihre Leistung verbessern. Das Stresshormon Cortisol kann diese wichtige Fähigkeit allerdings komplett unterbinden. Darüber haben Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der aktuellen Ausgabe von „Psychoneuroendocrinology“ berichtet.

weiterlesen


13.12.2016 Kompetenznetz Multiple Sklerose

Bochumer Mediziner zum Sprecher des Forschungsnetzwerks gewählt
So sollen Diagnose, Therapie und Versorgung für Patienten besser werden.


Der Bochumer Mediziner Prof. Dr. Ralf Gold ist zum Sprecher des Kompetenznetzes Multiple Sklerose gewählt worden. Der Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital wird das Amt drei Jahre lang bis August 2019 innehaben. Das beschlossen die Mitglieder des Netzwerks auf ihrer Versammlung im September 2016.

weiterlesen


21.11.2016 Stau in Opas Kopf

Bilderbuch und Kurzfilm helfen Kindern verstehen
Was ist los im Gehirn, wenn es nicht mehr normal funktioniert? Pip und Milli erklären es kindgerecht.


Nach einer Hirnschädigung, zum Beispiel durch einen Schlaganfall oder eine Verletzung, verändert sich das Leben von Patienten und ihren Angehörigen häufig dramatisch. Schon Erwachsene sind mit den Symptomen oft überfordert. Kinder verstehen erst recht die Welt nicht mehr. Mit einem Kurzfilm zum Thema Gesichtsfeldausfall und einem Bilderbuch über den Schlaganfall haben Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) neue Wege gefunden, um Kindern das Verständnis zu erleichtern.

weiterlesen


04.10.2016 Sprachverarbeitung im Gehirn

Eine App zeigt, was Eltern Kindern weitergeben

Gut und günstig, so lautet das Fazit von Bochumer Psychologen, die erstmals eine Smartphone-App für Forschungszwecke verwendet haben. Dabei ging es um die Vorliebe für eine Gehirnhälfte bei der Verarbeitung von Sprache.

weiterlesen


29.09.2016 fMRT-Studie: Was das Ruhenetzwerk im Gehirn verändert

Nichts tun kann das Gehirn nicht. Es ist immer aktiv. Aber nicht immer auf die gleiche Weise. Bochumer Forscher haben Veränderungen von Ruhenetzwerken untersucht – durch das Erlernen von Morsezeichen.

Wenn Menschen neue Informationen lernen, beeinflusst das ein Netzwerk von Hirnregionen, das im Ruhezustand aktiv ist. Auch beim vermeintlichen Nichtstun arbeiten viele Bereiche des Gehirns auf Hochtouren. Welche von ihnen dabei besonders stark miteinander verbunden sind, hängt von den vorangegangenen Lernerfahrungen ab. Das berichteten Forscher in der Zeitschrift "Neuroimage".

weiterlesen


19.09.2016 Tauben können Englisch lernen

Nicht nur Menschen können sich orthografische Regeln aneignen, sondern auch Vögel. So haben Forscher sie ihnen beigebracht.

Tauben können englische Wörter und Nicht-Wörter auseinanderhalten. Die Tiere treffen die Unterscheidung anhand der Buchstabenkombinationen. Das berichten Psychologen der Universität Otago, Neuseeland, und der RUB in der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

weiterlesen


15.09.2016 Alzheimerforschung - Gift im Gehirn

Kernsphären begünstigen die Entstehung von vermeintlich toxischen Strukturen in den Zellkernen von Alzheimer-Patienten.

Kugelige Strukturen im Kern von Nervenzellen, sogenannte Kernsphären, stehen im Verdacht, an der Auslösung von Alzheimer beteiligt zu sein. Ein Team um Dr. Thorsten Müller von der Arbeitsgruppe Cell Signaling in Neurodegeneration hat die vermutlich toxischen Protein-Aggregate erstmals im menschlichen Gehirn nachgewiesen. Die Forscher der Ruhr-Universität Bochum berichten im Journal „Neurobiology of Aging“.

weiterlesen


13.09.2016 Wie das Gehirn Alterserscheinungen ausbremst

Je älter wir sind, desto schwerer fällt es uns, die Welt um uns herum zu sortieren. Das Gehirn entwickelt jedoch erstaunliche Strategien, um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken.

Um die Fülle an Informationen verarbeiten zu können, die jeden Tag auf uns einströmt, bilden Menschen Kategorien. In diese sortieren wir alles, was die Welt um uns herum ausmacht. Die Art und Weise, wie wir das tun, ändert sich allerdings im Laufe des Lebens. Das fanden Neuropsychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) heraus. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Journal Neuropsychologia.

weiterlesen


30.08.2016 Der Rezeptor, der die Spermien scharf macht

Bochumer und Bonner Forscher haben in Spermien einen hochempfindlichen Rezeptor entdeckt. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Befruchtung.

Um in die Eizelle zu gelangen, muss das Spermium zunächst die schützende Eihülle aufbrechen. Dazu setzt es Verdauungsenzyme frei, wobei die Hülle an seiner Spitze verloren geht. Diese sogenannte Akrosomenreaktion gilt im Labor als ein Test, um die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen zu beurteilen. Eine wichtige Rolle dabei spielt ein Rezeptor für ein körpereigenes Cannabinoid.
Bochumer und Bonner Biologen um Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt haben ihn bei einer vollständigen Bestandsaufnahme der sogenannten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren in Spermien erstmals nachgewiesen. Sie berichten in „Scientific Reports“.

weiterlesen


29.08.2016 Wenn das Immunsystem Hirnzellen angreift

Bisweilen bekämpft das Immunsystem körpereigene Strukturen – oft mit schwerwiegenden Konsequenzen

Wenn das eigene Immunsystem Strukturen von Hirnnervenzellen angreift, können die Folgen verheerend sein. Besonders dann, wenn es sich gegen Bestandteile von Gehirnnervenzellen richtet. Bochumer und Göttinger Forscher haben nun herausgefunden, dass solche Autoimmun-Reaktionen gegen einen bestimmten Rezeptor von Nervenzellen des Gehirns komplexer sind als bisher angenommen. Außerdem zeigten sie, dass allein die Anwesenheit von Antiköpern gegen den Rezeptor im Blut noch nicht krankmachen muss. Die Forscher berichten in der Zeitschrift „Molecular Psychiatry“.

weiterlesen


08.08.2016 Duftforschung - Riechrezeptoren in den Bronchien entdeckt

Die Muskelzellen der Bronchien nehmen Düfte wahr, zum Beispiel einen speziellen nach Bananen und Aprikosen.
Das könnte eine gute Nachricht für Asthmatiker sein.


In den Muskelzellen der menschlichen Bronchien haben Forscher zwei Typen von Riechrezeptoren entdeckt. Aktivieren die passenden Düfte diese Rezeptoren, erweitern oder verengen sich die Bronchien – ein potenzieller Ansatz für die Asthmatherapie.
Zu diesem Ergebnis kam ein Team um Prof. Dr. Dr. Dr. habil Hanns Hatt und Dr. Benjamin Kalbe vom Bochumer Lehrstuhl für Zellphysiologie. Gemeinsam mit Kollegen verschiedener Kliniken in Bochum, Köln und Herne berichten die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift „Frontiers in Physiology“.

weiterlesen


20.07.2016 Schubladendenken – wie das Gehirn die Welt sortiert

Neurowissenschaftler finden Ordnungszentrale des Gehirns
Gehirnaktivität im MRT untersucht


Neurowissenschaftler haben untersucht, was im Gehirn passiert, wenn wir die Welt um uns herum ordnen. Sie fanden heraus, welche Gehirnareale uns beim Schubladendenken helfen.

weiterlesen


16.06.2016 Wie ältere Menschen lernen

Training verbessert die Wahrnehmung, verjüngt aber nicht das Gehirn

Im Alter verschlechtert sich die Wahrnehmungsleistung, was mit einer Vergrößerung der entsprechenden Gehirnaktivität einhergeht. Lernen und Training können die Wahrnehmung wieder verbessern. Die altersbedingten Hirnveränderungen verschwinden dadurch allerdings nicht. Vielmehr vergrößert sich die Gehirnaktivität noch mehr, aber aus anderen Gründen und mit anderen Folgen. Das haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in einer Studie herausgefunden, deren Ergebnisse jetzt in Scientific Reports veröffentlicht sind.

weiterlesen


03.06.2016 Neuromedizin am Bergmannsheil erfolgreich bei BMBF-Förderinitiative

Foto 3T-MRT-Scanner

Rund 2 Mio. Euro Förderung für NeuroTechGate
Innovatives Neuroimaging, elektrische Neurostimulation und Big-Data-Gangbildscreening


Im Rahmen einer Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Entwicklung von Industrie-in-Klinik-Plattformen setzte sich das Konsortium NeuroTechGate am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil mit seiner Neurologischen Klinik durch: Das Projekt der Bochumer Gruppe ist eines von bundesweit fünf Projekten, das in den nächsten Jahren durch das BMBF gefördert wird. In den folgenden zweieinhalb Jahren wird die Gruppe ihre neurowissenschaftlichen Modellvorhaben mit einer finanziellen Unterstützung von voraussichtlich ca. 2,2 Mio. Euro am Bergmannsheil realisieren können.

weiterlesen


02.06.2016 Neue Erkenntnisse aus der Duftforschung

Riechrezeptor in Pigmentzellen der Haut entdeckt
Den neu gefundenen Rezeptor möchte das Team nun an Patienten weiter untersuchen. Warum erklärt eine aktuelle Studie.


Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben zum ersten Mal einen Riechrezeptor in pigmentbildenden Zellen der menschlichen Haut nachgewiesen, den sogenannten Melanozyten. Das Team um Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt zeigte, dass der veilchenähnliche Duftstoff Beta-Ionon den Rezeptor aktiviert.
Die Bochumer Forscher vom Lehrstuhl für Zellphysiologie berichten die Ergebnisse gemeinsam mit Kollegen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Universitätsklinikum Jena im Journal of Biological Chemistry.

weiterlesen


01.05.2016 Von Bochum nach Magdeburg

Prof. Dr. Magdalena Sauvage leitet neue Abteilung am Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg
Wechsel von der Ruhr an die Elbe


Am 1. April hat Frau Prof. Dr. Magdalena Sauvage ihre Tätigkeit am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) aufgenommen. Sie hatte zuvor eine Mercator-Professur an der Ruhr-Universität Bochum inne. Sie leitet am LIN die neu gegründete Abteilung "Funktionelle Architektur des Gedächtnisses". Zudem wurde sie auf eine Professur für "Funktionelle Neuroplastizität" an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen.
Herzlichen Glückwunsch!

Pressemitteilung vom LIN, Magdeburg (2.Mai 2016)


28.04.2016 Neues erinnert man anders, wenn es riecht

RUB-Forscher untersuchen das Gedächtnis
Die Nase denkt mit


Unser Geruchssinn beeinflusst, wie unser Gehirn die Informationen über neuartige Objekte abspeichert. Ein bestimmter Bereich im Hippocampus spielt dabei eine besondere Rolle.

Wenn wir Neues kennenlernen, nehmen wir die Informationen darüber mit allen Sinnen auf. Wie das Gehirn diese Eindrücke abspeichert, haben jetzt Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersucht. Dabei bedienten sie sich einer besonderen Methode.

weiterlesen


26.04.2016 Nervenzellen mit Licht steuern

Einblicke in das komplexe Serotoninsystem. Ursachen von Angst und Depression verstehen

Angst und Depression sind weltweit mit die häufigsten psychischen Erkrankungen. Wie sie entstehen, könnten lichtaktivierbare Nervenzellen verraten.

Indem sie Nervenzellrezeptoren an lichtsensitive Pigmente aus der Netzhaut koppelt, erforscht Prof. Dr. Olivia Masseck die Ursachen für Angst und Depression. Seit mehr als 60 Jahren verfolgen Wissenschaftler die Hypothese, dass unter anderem ein veränderter Spiegel des Botenstoffs Serotonin für die Krankheiten verantwortlich ist. „Für uns ist es leider unglaublich schwer zu verstehen, wie das Serotoninsystem funktioniert“, sagt Masseck, die seit Ende April 2016 die Juniorprofessur für Hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) innehat.

weiterlesen


18.04.2016 Wie Kinder Gesichter wahrnehmen

Siebenjährige zeigen andere Hirnaktivitäten als Erwachsene
Verschiedene Fotos derselben Person für Kinder schwerer zu erkennen


Menschen sind Experten für die Wahrnehmung von Gesichtern. Aber nicht von Geburt an. Ab wann sind Kinder genauso gut wie Erwachsene?

Siebenjährige zeigen beim Wahrnehmen von Gesichtern andere Hirnaktivitäten als Erwachsene. Das berichtet das Team der Arbeitsgruppe Entwicklungsneuropsychologie im Wissenschaftsmagazin Rubin der Ruhr-Universität Bochum. Die Ergebnisse sprechen gegen eine Theorie, die besagt, dass Hirnareale, die auf die Wahrnehmung von Gesichtern spezialisiert sind, im Alter von fünf Jahren voll entwickelt sind.

weiterlesen


08.04.2016 Neues optogenetisches Werkzeug

G-Protein-gekoppelte Signalwege gezielt an- und abschalten
Protein Melanopsin erlaubt kurzzeitige und dauerhafte Aktivierung


Blau an, gelb aus: Mit Licht unterschiedlicher Farbe können Forscher Signalwege im Gehirn an- und abschalten.

weiterlesen


01.04.2016 Gehirn verarbeitet soziale Informationen besonders intensiv

Alltagshandlungen aktivieren grundlegende Aufmerksamkeitsprozesse
Bochumer Wissenschaftler erforschen mit Hypnose kognitive Prozesse


Unser Gehirn schenkt Alltagshandlungen, die in einem sozialen Kontext stehen, automatisch große Aufmerksamkeit. Bochumer Forscher haben das mithilfe von Hypnose nachgewiesen.

weiterlesen


15.03.2016 Wenn Erinnerungen alt werden

Bochumer Neurowissenschaftlerinnen verfolgen Gedächtnisspur
Molekulare Bildgebung zeigt, wie wir erinnern


Macht es für unser Gehirn einen Unterschied, ob es sich an Episoden erinnert, die weit in der Vergangenheit liegen oder an solche, die eben erst passiert sind?

weiterlesen


03.03.2016 Einige Vögel sind genauso schlau wie Affen

Komplexe Kognition ist auch ohne Kortex möglich
Forscher ergründen Gemeinsamkeiten in der Hirnarchitektur


Die Gehirne von Vögeln und Säugetieren sind auf den ersten Blick sehr verschieden. Trotzdem sind die kognitiven Fähigkeiten einiger Vogelgruppen denen von Menschenaffen ebenbürtig.

weiterlesen


23.02.2016 Serotonin-Rezeptor steuert Lernen im Hippocampus

Studie untersucht Codierung von Erinnerung
Neurowissenschaftlerinnen erforschen Gedächtnis auf Zellebene


Neurowissenschaftlerinnen an der Ruhr-Universität untersuchen Prozesse im Gehirn, die auf Zellebene für unser Gedächtnis verantwortlich sind. Nun berichten sie im Fachjournal "Hippocampus", wie ein spezieller Serotonin-Rezeptor im Hippocampus das Speichern und die Codierung von Erinnerungen beeinflusst.

weiterlesen


11.02.2016 Neurowissenschaft: Dunkel ist schneller als hell

Kontrastwechsel erzeugen „Bewegung“ im Gehirn durch Aktivitätswellen
RUB Forscher berichten in The Journal of Neuroscience


RUB-Forscher haben untersucht, wie wir Bewegung wahrnehmen. Sie zeigen, dass Kontraste zwischen Objekt und Hintergrund im Gehirn Aktivitätswellen verursachen, die für das Erkennen verantwortlich sind.

weiterlesen


02.02.2016 Gedächtnis ist erfahrungsabhängig

Wachstumsprotein unterstützt synaptische Plastizität
Studie untersucht chemische Grundlagen des Lernens


Ein Team von Neurowissenschaftlern an der Ruhr-Universität Bochum hat die chemischen Grundlagen von Lernprozessen im Gehirn untersucht. In ihrer Forschung haben sie den Einfluss des Nervenwachstumsproteins brain-derived neurotrophic factor (BDNF) auf Informationsspeicherung und Gedächtnis im Hippocampus näher betrachtet. Sie fanden heraus, dass das Protein für einige, aber nicht alle Formen von Lernen eine Rolle spielt. Ihre Ergebnisse wurden im Journal "Hippocampus" veröffentlicht.

weiterlesen


25.01.2016 Stress schwächt räumliche Wahrnehmung

Einfluss von Stress auf das Gehirn untersucht
Studie liefert Einblicke in Arbeitsweise des Hippocampus


Neurowissenschaftler des Sonderforschungsbereiches 874 an der Ruhr-Universität Bochum haben den Einfluss von Stress auf die Wahrnehmung von Gesichtern und Landschaften untersucht. Im Rahmen einer Verhaltensstudie haben sie die Ergebnisse von gestressten Probanden mit denen einer Kontrollgruppe verglichen. Sie konnten zeigen, dass Stress die Wahrnehmung von komplexer räumlicher Information beeinträchtigt. Hintergrund dafür ist die Verarbeitung dieser Information im Hippocampus, ein Bereich im Schläfenlappen des Gehirns, dessen Funktion durch das Stresshormon Cortisol beeinflusst wird. Die Ergebnisse der Studie veröffentlicht das Fachjournal „Psychoneuroendocrinology“.

weiterlesen


19.01.2016 Wie man die Angst vergisst

Neuronales Netzwerk ist für Abruf von Angst-Erinnerung zuständig
Erkenntnisse für Behandlung von posttraumatischer Belastungsstörung


Jedes Mal, wenn Erinnerungen abgerufen werden, aktualisiert sich das Gedächtnis und die Erinnerung wird für kurze Zeit instabil. Diesen Prozess, auch Rekonsolidierung genannt, und die beteiligten Bereiche des Gehirns haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum näher untersucht. Mithilfe der Optogenetik, einer Methode, die Optik und Genetik verbindet, ist es ihnen gelungen, die Erinnerungsfähigkeit zu beeinflussen. Aus ihren Erkenntnissen ergeben sich vielversprechende Ansätze für die Therapie von Angststörungen. Die Ergebnisse der Wissenschaftler hat das Fachjournal "Cerebral Cortex" veröffentlicht.

weiterlesen


22.12.2015 Mentale Zeitreisen: Ein rein menschliches Phänomen

Wer in die Zukunft blickt, muss die Vergangenheit kennen
Episodisches Gedächtnis ist nur eine Komponente bei mentalen Zeitreisen


Ist es alleine Menschen möglich, sich an persönlich Erlebtes zu erinnern und in mentalen Zeitreisen die Vergangenheit, aber auch die Zukunft durchzuspielen? Oder besitzen auch Tiere diese Fähigkeit? Bis zu einem gewissen Grad ja, meinen drei Wissenschaftler, die diese schon lange währende Diskussion mit einem neuen theoretischen Modell bereichern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift „Neuroscience and Behavioral Reviews“.

weiterlesen


10.12.2015 Neurotransmitter sagt Lernerfolge vorher

Magnetresonanzspektroskopie zeigt Konzentration des Botenstoffs im Gehirn
RUB-Wissenschaftler forschen gemeinsam mit Johns Hopkins Universität


In einer internationalen Kooperationsstudie mit der Johns Hopkins Universität in Baltimore haben Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität untersucht, wie die Konzentration des Neurotransmitters GABA im Gehirn Lernprozesse beeinflusst. Mithilfe der Magnetresonanzspektroskopie konnten sie zeigen, dass Lernerfolge durch das Basisniveau des Botenstoffes GABA vorhergesagt werden können. Das Fachjournal „Cerebral Cortex“ hat die Ergebnisse der Studie veröffentlicht.

weiterlesen


01.12.2015 Onur Güntürkün wird Stiftungsprofessor

Prof. Onur Güntürkün (Biopsychologie) besetzt 2016 die Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur in Mainz. In seiner Veranstaltungsreihe „Psychologie und Gehirn: Zur Innenansicht des Menschen“ wird er sich mit neuesten Erkenntnissen der Psychologie und der Neurowissenschaft auseinandersetzen.

weiterlesen


02.12.2015 Nervenzellwachstum magnetisch stimulieren

Horizon 2020-Projekt
Neuer Therapieansatz für die Parkinson-Krankheit


Das internationale Team vom Projekt "Magneuron" erhält 3,5 Millionen Euro für vier Jahre aus dem Horizon 2020-Programm. Die EU unterstützt es im Rahmen des Programms „Future and Emerging Technologies open“. 680.000 Euro davon fließen an die RUB.

weiterlesen


30.11.2015 900.000 Euro für die Erforschung des Gedächtnisses

Internationale Zusammenarbeit im Bereich Computational Neuroscience
Förderung durch BMBF und National Institute of Health


Mit über 900.000 Euro fördern das BMBF und das amerikanische National Institute of Health eine enge Forschungskooperation zwischen Prof. Dr. Sen Cheng von der Mercator Forschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ der RUB und Prof. Dr. Kamran Diba von der University of Wisconsin-Milwaukee. Gemeinsam werden die beiden Wissenschaftler mit drei Mitarbeitern „Die neuronalen Netzwerkmechanismen der Sequenzgenerierung im Hippokampus“ erforschen. Das dreijährige Projekt startet im Dezember 2015.

weiterlesen


20.11.2015 Hochfrequente Stimulation in der Schmerztherapie

Impulse an den Fingerspitzen verbessern Tastsinn
Pilotstudie führt interdisziplinäres Forscherteam zusammen


Bei Schmerzpatienten kommt es im Laufe ihrer Erkrankung oft zu einer Beeinträchtigung des Tastsinnes in den Händen, da sich entsprechende Hirnareale krankheitsbedingt verändern. In einer Pilotstudie haben Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum untersucht, wie wirksam hochfrequente repetitive Stimulation als Therapieansatz bei diesen Patienten ist. Ihre Ergebnisse wurden im Journal „Frontiers in Neurology“ veröffentlicht. Sie zeigen, dass diese Art der passiven Stimulation ein vielversprechender neuer Therapieansatz sein könnte.

weiterlesen


17.11.2015 Taubengehirn: Verbindung zwischen Hirnhälften mit neuen Methoden untersucht

Neue Erkenntnisse zur Verbindung zwischen den Gehirnhälften
Forschung soll Rückschlüsse auf den Menschen geben


Das Gehirn von Columba livia, einer nahen Verwandten der Stadttaube, ist evolutionär gesehen ein Vorläufer des menschlichen Gehirns und daher für Neurowissenschaftler besonders interessant. Ein wichtiger Unterschied zum Gehirn des Menschen ist das Fehlen des sogenannten Corpus Callosum. Dieser dicke Nervenfaserstrang verbindet bei Menschen und anderen Säugetieren die beiden Großhirnhälften. Bei Tauben werden die Hirnhälften hauptsächlich durch die wesentlich kleinere Commissura anterior verbunden. Wissenschaftler im Sonderforschungsbereich 874 der Ruhr-Universität Bochum haben diese Struktur näher untersucht. Sie erhoffen sich dadurch ein besseres Verständnis des interhemispherischen Austausches bei Vögeln sowie Rückschlüsse auf andere Wirbeltierklassen. "The Journal of Comparative Neurology" hat die Ergebnisse ihrer neuroanatomischen Studie veröffentlicht.

weiterlesen


11.11.2015 Alzheimer-Forschung: Neue Erkenntnisse

Protein zeigt zusätzlichen Mechanismus
Störung der Neurotransmitter-Aktivität


In der Alzheimer-Forschung liegt ein Forschungsschwerpunkt auf dem Amyloiden Vorläuferprotein (APP), das für die Bildung der zerstörerischen Plaques im Gehirn verantwortlich ist. Bochumer Forscher haben jetzt gezeigt, dass APP neben der Bildung dieser Plaques über einen weiteren Mechanismus an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sein könnte.

weiterlesen


30.10.2015 Arbeitsgedächtnis: Zugrundeliegende Prozesse komplexer als gedacht

Rhythmische Hirnaktivität im Hippocampus entscheidend
Erfolgreiche Gedächtnisleistung beruht auf abwechselnden Aktivitätszuständen


Wenn Menschen eine Information für kurze Zeit im Kopf behalten, benötigen sie dafür das Arbeitsgedächtnis. Die zugrunde liegenden Prozesse sind deutlich komplexer als bislang gedacht, berichten Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Bonn in der Zeitschrift „Cell Reports“. Zwei Gehirnzustände müssen sich rhythmisch abwechseln, um eine Information aufrechtzuerhalten.

weiterlesen


23.10.2015 Alzheimer-Risiko beeinträchtigt „Navi“ des Gehirns

Verändertes Aktivierungsmuster im entorhinalen Kortex bei jungen Risikoträgern
Forscher berichten in „Science“


Junge Erwachsene mit genetisch erhöhtem Alzheimer-Risiko haben veränderte Aktivierungsmuster in einer Hirnregion, die wichtig für die räumliche Navigation ist. Das berichtet das Team um Prof. Dr. Nikolai Axmacher von der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen der Universitäten in Bonn, Nimwegen und Ulm in der Fachzeitschrift „Science“, die am 23. Oktober erscheint.

weiterlesen


21.10.2015 Ernährung kann Verlauf der Multiplen Sklerose beeinflussen

Im Fokus von Neurologen: Fettsäuren
Wissenschaftler aus Bochum und Erlangen kooperieren


Fettsäuren in der Nahrung haben einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von autoimmun chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose. In einer Kooperationsstudie der Neurologischen Kliniken der Ruhr-Universität Bochum (St. Josef-Hospital) mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen fanden Wissenschaftler jetzt heraus, dass langkettige Fettsäuren die Entstehung und Vermehrung von entzündlichen Zellen in der Darmwand fördern. Im Gegensatz dazu führen kurzkettige Fettsäuren zur Entstehung und Verbreitung von regulatorischen Zellen des Immunsystems. Ihre Ergebnisse veröffentlichten Prof. Dr. med. Aiden Haghikia und Prof. Dr. med. Ralf Linker in der aktuellen Ausgabe der renommierten Zeitschrift „Immunity“.

weiterlesen


14.10.2015 Der Dresscode im Gehirn

Wirbel um ein Kleid – optische Täuschung als Ursache
Bochumer Studie liefert Erklärung für unterschiedliche Wahrnehmung


Im Februar 2015 ging das Foto eines gestreiften Kleides um die Welt und sorgte für Diskussionsstoff – nun haben Neurowissenschaftler am Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil das Phänomen weiter entschlüsselt und nachgewiesen, dass unterschiedliche Hirnaktivierungen für die optische Täuschung verantwortlich sind. Die Untersuchungsergebnisse wurden jetzt im Fachjournal „Cortex“ veröffentlicht.

weiterlesen


29.09.2015 Morsecode entschlüsselt Lernprozesse im Gehirn

Forscher am Bergmannsheil Uniklinikum zeigen "adaptive Neuroplastizität"
3-Tesla MRT gibt Einblicke in arbeitendes Gehirn


Forscher am Bergmannsheil Universitätsklinikum haben untersucht, wie sich das Gehirn im Verlauf eines Lernprozesses verhält und welche Bereiche des Gehirns bei verschiedenen Analyse-Aufgaben eine Rolle spielen. Dafür haben sie Studienteilnehmer Teile des Morsealphabets lernen und dekodieren lassen und die entsprechenden Hirnaktivierungsmuster im Magnetresonanztomographen gemessen. So konnten sie zeigen, dass das Gehirn bei verschiedenen Verarbeitungsaufgaben auf ein gemeinsames Netzwerk zurückgreift, das sich im Laufe des Lernprozesses erweitert. In Abhängigkeit von der zu bewältigenden Aufgabe werden zusätzliche Hirnareale rekrutiert – eine Eigenschaft, die die Wissenschaftler "adaptive Neuroplastizität" nennen. Diese Erkenntnisse werden nun in der aktuellen Ausgabe des Journals "Human Brain Mapping" vorgestellt.

weiterlesen


22.09.2015 Wie sich Erinnerungen im Schlaf festigen

Damit Menschen Erinnerungen für lange Zeit speichern können, braucht es die Zusammenarbeit verschiedener Hirnareale. Entscheidend scheint dabei der Rhythmus der Gehirnaktivität. In „Nature Neuroscience“ berichten Forscher von den Rhythmen einer Gedächtnisregion des Menschen, mit deren Hilfe sich Erinnerungen im Schlaf festigen könnten. An der Veröffentlichung ist auch RUB-Prof. Dr. Nikolai Axmacher vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft beteiligt.

weiterlesen


27.08.2015 Wie der Geist die Sinne schärft

Tastsinn durch Zen-Meditation verbessert
Mentale Zustände können Neuroplastizität und Lernvorgänge auslösen


Eine Studie mit erfahrenen Schülern der Zen-Meditation zeigt, dass gezielte mentale Fokussierung während Meditation ähnliche Lerneffekte hervorrufen kann wie körperliches Training. Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben dieses Phänomen an Teilnehmern eines Meditations-Retreats wissenschaftlich untersucht. Das Journal „Scientifc Reports“ von den Herausgebern der „Nature“ veröffentlicht nun ihre neuen Erkenntnisse zur Plastizität des Gehirns.

weiterlesen


20.08.2015 „Gedächtnis-Region“ des Gehirns ist am Lösen von Konflikten beteiligt

Hippocampus besonders stark aktiv bei schnellen und erfolgreichen Entscheidungen
So könnte das Gehirn nützliche Lehren aus geklärten Widersprüchen ziehen


Nicht nur für das Langzeitgedächtnis ist der Hippocampus im Schläfenlappen des Gehirns verantwortlich. Forscher zeigten nun erstmals, dass er auch am schnellen und erfolgreichen Lösen von Konflikten beteiligt ist. Das Team um Prof. Dr. Nikolai Axmacher von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) berichtet gemeinsam mit Kollegen vom Universitätsklinikum Bonn sowie aus Aachen und Birmingham in der Zeitschrift „Current Biology“.

weiterlesen


17.08.2015 Türkisch pfeifen lässt Asymmetrien im Gehirn verschwinden

Linke Hirnhälfte ist nicht bei der Wahrnehmung aller Sprachen dominant
Gepfiffenes Türkisch involviert beide Hemisphären gleichermaßen


Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben die Theorie widerlegt, dass die linke Hirnhälfte bei der Verarbeitung aller Sprachen dominant ist. Bislang ging man davon aus, dass diese Dominanz unabhängig von der physikalischen Struktur einer Sprache ist. Die Biopsychologen zeigten jedoch, dass an der Wahrnehmung von gepfiffenem Türkisch beide Hirnhälften gleichermaßen beteiligt sind. Onur Güntürkün, Monika Güntürkün und Constanze Hahn berichten in der Zeitschrift „Current Biology“.

weiterlesen


04.08.2015 Fundamental neue Theorie für den Sehsinn

Spezialisierung von Zellen im Kortex könnte Ursprung in der Netzhaut haben
Prinzip des Farbsehens gilt möglicherweise auch für Wahrnehmung anderer Eigenschaften


Lebewesen könnten verschiedene Orientierungen visueller Reize auf die gleiche Weise wahrnehmen wie verschiedene Farben. Diese neue Theorie schlagen Prof. Trichur Vidyasagar von der University of Melbourne und Prof. Ulf Eysel von der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift „Trends in Neurosciences“ vor. Die Idee: Die Zellen der Netzhaut arbeiten bereits als Detektoren für wenige ausgewählte Orientierungen, die je nach Anordnung eines Reizes im Raum unterschiedlich stark angesprochen werden. Aus dem Verhältnis ihrer Antworten berechnet das Gehirn die genau vorliegende Orientierung. Das gleiche Prinzip könnte auch der Wahrnehmung anderer Reizeigenschaften zugrunde liegen.

weiterlesen


28.07.2015 Wo das Gedächtnis gebildet und abgerufen wird

Neue Erkenntnisse zu langjähriger Debatte
Forscher untersuchten Zellen des Hippocampus


Werden beim Bilden und Abrufen von Gedächtnisinhalten die gleichen Bereiche und sogar die gleichen Zellen der Hirnstruktur Hippocampus aktiviert, oder unterschiedliche? Diese Frage treibt Neurowissenschaftler schon seit Langem um. Wissenschaftler der Mercator Forschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ der RUB fanden nun heraus, dass bei beiden Prozessen die gleichen Hirnzellen Aktivität zeigen. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal „Hippocampus“.

weiterlesen


21.07.2015 Langsamkeit sorgt für Struktur im Gehirn

Neuroinformatiker analysieren Prinzipien für die Selbstorganisation von Nervenzellen
„Slow Feature Analysis“ kann viele experimentelle Befunde erklären


Das Gehirn ist so komplex, dass seine Struktur nicht vollständig genetisch festgelegt sein kann. Neuroinformatiker der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ergründen die Mechanismen, mit denen sich die vielen Nervenzellen selbst organisieren. Sie schlagen vor, dass Langsamkeit ein entscheidender Faktor sein könnte. Das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität RUBIN berichtet.

weiterlesen


13.07.2015 Neuronale Netzwerke: Kleiner Ursprung mit großer Wirkung

Wie sich Nervenzellen organisieren
Lokale Erregung im Gehirn breitet sich kettenartig aus


Hirnforscher der Mercatorforschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ der RUB haben mithilfe eines Computermodells untersucht, wie sich neuronale Netzwerke im Gehirn selbst organisieren. Sie fanden heraus, dass Änderungen innerhalb des Netzwerkes ihren Ursprung in kleinen, lokalen Nervenerregungen haben. Ihre Ergebnisse wurden im Journal „Frontiers in Computational Neuroscience“ veröffentlicht.

weiterlesen


08.07.2015 RD Neuroscience im Fokus der Weltöffentlichkeit

Zum Weltkongress der International Brain Research Organization (IBRO) vom 7. bis 11. Juli 2015 in Rio de Janeiro, wird das Research Department of Neuroscience der RUB in einem Dokumentarfilm der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

weiterlesen


01.07.2015 Wie Cortisol furchteinflößende Erinnerungen aufrechterhält

Stresshormon wirkt, wenn Menschen emotionale Erinnerungen abrufen und erneut festigen
Ergebnisse könnten Phänomene bei Angststörungen erklären


Das Stresshormon Cortisol verstärkt Erinnerungen an furchteinflößende Erlebnisse. Es übt seinen Einfluss aber nicht nur aus, während die Erinnerung zum ersten Mal gebildet wird, sondern auch später, wenn Menschen an das Erlebnis zurückdenken und sich die Erinnerung erneut festigt. Das berichten Kognitionspsychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der Zeitschrift „Neuropsychopharmacology“. Sie vermuten, dass die Ergebnisse Phänomene bei Angststörungen und Posttraumatischer Belastungsstörung erklären können.

weiterlesen


17.06.2015 RUB-Forscher entwickeln Tiermodell für spezielle Bewegungsstörung

Ursachen der Spinalen Cerebellären Ataxie sollen erforscht werden
Lidschlagkonditionierung könnte zur Früherkennung dienen


Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben ein Mausmodell für die menschliche Krankheit SCA6 etabliert, eine Bewegungsstörung, die durch genetische Defekte ähnlich wie bei der Chorea Huntington ausgelöst wird. Damit sollen die Ursachen der Krankheit im Detail erforscht werden. Erste Studien geben Hinweise darauf, dass Probleme beim Konditionierungslernen ein Frühsymptom der Störung sein könnten. Das Team vom Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie berichtet in der Zeitschrift „Journal of Neuroscience“, deren Editor das Thema in einem Kommentar hervorgehoben hat.

weiterlesen


10.06.2015 2. Deutsch-Türkische Wissenschaftsgespräche an der RUB

Neurowissenschaftler sprechen über die Architektur des Gehirns
Onlineregistrierung für Symposium bis zum 14. Juni 2015


Warum sind wir, wie wir sind? Bei ihrer Suche nach Antworten beschäftigen sich Psychologen weltweit mit der Architektur des Gehirns. Beim Symposium "Neuroscience: From Structure to Function and Back" erörtern herausragende Neurowissenschaftler aus Deutschland und der Türkei neue Erkenntnisse über die Evolution des Gehirns. Das Symposium findet am 16. Juni 2015 an der Ruhr-Universität Bochum statt.

weiterlesen


03.06.2015 Auf der Suche nach dem Erinnerungsspeicher

Neues Modell zur Gedächtnisbildung im Hippocampus
RUB-Wissenschaftler nutzen Computersimulation


Der Hippocampus spielt eine ganz besondere Rolle bei der Gedächtnisbildung. Doch wie genau die einzelnen Regionen dieser Hirnstruktur bei der Bildung von Erinnerungen beteiligt sind, ist noch unklar. Neurowissenschaftler des Sonderforschungsbereichs 874 der RUB haben diesen Prozess nun anhand einer Computersimulation nachempfunden. Die Ergebnisse stellen das bisher etablierte Modell der Gedächtnisformierung im Hippocampus in Frage. Ihre Ergebnisse wurde nun im Journal „PLOS Computational Biology“ veröffentlicht.

weiterlesen


21.05.2015 Rub-Neuroforscher neu in NRW Akademie

Als die 19 neuen Mitglieder in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK) am 20. Mai in Düsseldorf willkommen geheißen wurden, gehörten auch zwei RUB-Forscher dazu: der Biopsychologe Prof. Dr. Onur Güntürkün und die Pädagogin Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe.

Mit seiner Aufnahme ist Prof. Güntürkün (Arbeitseinheit Biopsychologie) der erste Psychologe der Klasse für Naturwissenschaften und Medizin.

weiterlesen


12.05.2015 Nervenzellen auf der Überholspur

Dopamin produzierende Neuronen erfüllen wichtige Funktion im Gehirn
Bochumer und Bonner Wissenschaftler forschen gemeinsam


Nervenzellen, die zur Signalübertragung auf andere Zellen den Stoff Dopamin produzieren, beeinflussen zahlreiche wichtige Gehirnfunktionen. Sichtbar wird das bei Erkrankungen wie Parkinson und Schizophrenie, bei denen die Dopamin-Übertragung im Gehirn beeinträchtigt ist. Zusammen mit Forschern aus Bonn haben RUB-Wissenschaftler der Mercator Forschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ nun herausgefunden, wie sich eine spezielle Form dieser wichtigen Zellen bildet und welche Netzwerke sie im Lauf der Gehirnentwicklung ausbildet. Dabei entdeckten die Wissenschaftler eine Art Datenautobahn: Die Nervenzellen nutzen nicht nur Dopamin zur Signalübertragung, sondern auch das deutlich schnellere Glutamat. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Nature Neuroscience“ veröffentlicht.

weiterlesen


09.04.2015 Zarter Duft nach Magnolien aktiviert menschlichen Pheromonrezeptor

Menschen könnten wie Tiere über Duftstoffe kommunizieren
Geruchsmolekül Hedion löst unterschiedliche Gehirnaktivität bei Männern und Frauen aus


Es ist umstritten, ob Menschen so wie Tiere über Pheromone miteinander kommunizieren. Zellphysiologen der Ruhr-Universität Bochum haben nachgewiesen, dass der Duftstoff Hedion den Pheromonrezeptor VN1R1 aktiviert, welcher in der menschlichen Riechschleimhaut vorkommt. Gemeinsam mit Kollegen aus Dresden zeigten die Bochumer, dass der Geruch von Hedion geschlechtsspezifische Aktivierungsmuster im Gehirn erzeugt, die bei klassischen Riechstoffen nicht entstehen. „Die Ergebnisse liefern einen starken Hinweis, dass es auch bei Menschen eine Pheromonwirkung gibt, die sich vom Riechen unterscheidet“, sagt Duftforscher Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt. Das Team berichtet in der Zeitschrift „Neuroimage“.

weiterlesen


08.04.2015 Emotionen sind nicht nur innerlich versteckte Gefühle

RUB-Philosophen schlagen neues Modell zur Emotionserkennung vor
Menschen nehmen Gefühle anderer per Mustererkennung wahr


Philosophen der Ruhr-Universität Bochum haben ein neues Modell vorgeschlagen, das erklärt, wie Menschen Emotionen von anderen erkennen. Die Theorie besagt, dass Menschen Gefühle direkt über Mustererkennung wahrnehmen können. Sie müssen nicht auf die Gefühle schließen, indem sie das Verhalten ihrer Mitmenschen interpretieren. Das Modell beschreiben die Philosophen Prof. Dr. Albert Newen und Anna Welpinghus gemeinsam mit Prof. Dr. Georg Juckel von der LWL-Universitätsklinik für Psychiatrie in der Zeitschrift „Mind & Language“.

weiterlesen


08.04.2015 Nachwuchspreis für RUB-Forscherin

Mit dem wichtigsten deutschen Nachwuchspreis wird die Bochumer Juniorprofessorin Sarah Weigelt (36) ausgezeichnet. Sie gehört zu den diesjährigen Trägerinnen und Trägern des Heinz Maier-Leibnitz-Preises.

weiterlesen


30.03.2015 Baustein zu Gedächtnis und Lernen entschlüsselt

Bestimmter Rezeptor unterstützt optimale Informationsverarbeitung im Gehirn
RUB-Forscher berichten im „Journal of Neuroscience“


Lernen und Gedächtnisbildung faszinieren die Forschung seit langem, und noch immer sind viele Fragen ungeklärt. Die Bochumer Neurowissenschaftler Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan und Dr. Hardy Hagena sind jetzt einem weiteren Baustein dieses komplexen Prozesses auf die Spur gekommen. Ein bestimmter Rezeptor, der metabotrope Glutamat 5-Rezeptor, dient als Schalter, um im Hippokampus, einer für das Gedächtnis entscheidenden Gehirnregion, gegensätzliche Formen der Anpassung zu aktivieren. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Neuroscience“.

weiterlesen


18.03.2015 Neue Einblicke in die innere Uhr

Ras-Protein reguliert circadianen Rhythmus
Effekte auf Periodenlänge und Regulation durch externe Zeitgeber


Biochemiker der Ruhr-Universität Bochum haben neue Einblicke in die Entstehung des circadianen Rhythmus gewonnen. Sie zeigten, dass das Ras-Protein wichtig ist, um die innere Uhr zu stellen. Die Aktivität des Proteins bestimmt die Periodenlänge des circadianen Rhythmus. Ras ist auch daran beteiligt, die Periode als Antwort auf externe Zeitgeberreize wie Licht zu verschieben. Das Team um Prof. Dr. Rolf Heumann berichtet in der Zeitschrift „Molecular Neurobiology“.

weiterlesen


16.02.2015 Woher wir wissen, wo wir sind

EEG im Gehirn entlarvt die Signatur bestimmter Orte
Bochumer und Bonner Studie mit Epilepsiepatienten


Zu wissen, wo wir sind, und uns an zurückgelegte Wege zu erinnern, sind zentrale Fähigkeiten für das tägliche Leben. Um den Mechanismen der räumlichen Navigation im Gehirn auf die Spur zu kommen, haben RUB-Forscher um Prof. Dr. Nikolai Axmacher gemeinsam mit Kollegen aus Bonn die entsprechenden Vorgänge anhand eines direkt im Gehirn abgeleiteten Enzephalogramms (EEG) untersucht. So konnten sie die neuronale Signatur während des Lernens und Abrufs bestimmter Orte identifizieren. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe von Current Biology.

weiterlesen


19.01.2015 Zitrusduft hemmt Leberkrebs

Bochumer Forscher entschlüsseln Signalweg
Duftrezeptor in Leberkrebszellen nachgewiesen


Terpene als Hauptbestandteil ätherischer Öle können das Wachstum verschiedener Krebszellen hemmen. Wie genau sie das tun, haben Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt jetzt an Leberkrebszellen genau untersucht. Sie konnten die molekularen Mechanismen aufklären, die bei Anwendung von (-)-Citronellal zu einem Wachstumsstopp der Krebszellen führten und wiesen nach, dass der Duftrezeptor OR1A2 die entscheidende Schaltstelle dafür ist. Der Duftrezeptor könnte künftig als Ziel für Diagnostik und Therapie des Leberkrebses dienen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Journal Archives of Biochemistry and Biophysics.

weiterlesen